Helles Bock

Helles Bock
Hierbei handelt es sich um eine deutsche Sorte, deren Ursprung auf das Mittelalter und die niedersächsische Stadt Einbeck zurückzuführen ist. Durch seine besonderen Eigenschaften hat es sich inzwischen zu einer Sorte entwickelt, die in den unterschiedlichsten Ecken der Welt geschätzt wird. 
  • Aufbewahrung: Da es sich um einen untergärigen Stil handelt, ist in der Regel die Einhaltung der Kühlkette während Postproduktion, Transport, Lagerung und Aufbewahrung vor dem Servieren erforderlich, wobei die Temperatur von 10 °C nicht überschritten werden darf. Kommt dies doch vor, ist die verwendete Hefe (bei nicht pasteurisierten Varianten) anfällig für unerwünschte Veränderungen, die die Qualität des Biers beeinträchtigen könnten.
  • Ausschanktemperatur: zwischen 9 und 10 °C, serviert in einem nicht zu weit geöffneten Glas (Kugel, Kelch, bauchige Tulpe), dessen Öffnung jedoch auch nicht zu schmal sein darf, da es die doch beachtlichen Aromen dieses Biers sonst nicht freilassen kann. Ideal ist ein doppelkonisches Glas, ein Pokal (kegelstumpfförmige Kuppa, besonders kurzem Stiel und schmalem Fuß) oder, im Ausnahmefall, auch eine oben ausgestellte Tulpe. Das Glas wird zu Beginn um 45 Grad geneigt und anschließend gerade gehalten, um die Bildung einer schönen Schaumkrone zu begünstigen. Aufgrund des Hefegehalts kann es in der Neige – bei den nicht vollständig filtrierten Varianten – zu einer erhöhten Menge von sedimentierten Stoffen kommen, weshalb es sich empfiehlt, die Rückstände so gleichmäßig wie möglich auf die verschiedenen Gläser aus der selben Flasche aufzuteilen.
  • Alkoholgehalt: 6,3-7,2 % alc.
Charakteristika  (Optik, Geschmack, Aroma): Die Farbe reicht von vollem Gold bis Bernstein, die Optik ist in der Regel klar, wenn nicht sogar glanzfein. Die weiße Schaumkrone ist voluminös, von dichter, fester Beschaffenheit und ausgesprochen guter Persistenz. Das Aromaprofil ist malzbetont, wodurch es an Cracker und Mürbeteig erinnert, an Honig und am Rande auch an Karamell. Eine tragende Nebenrolle spielt der Hopfen, der sich durch grasige, blumige (beispielsweise Kamille) Noten bemerkbar macht. Parallel dazu entfaltet sich eine Geschmacksabfolge, die von der Rundheit eines mittelstarken Körpers, der Lieblichkeit des gemäßigten bis mittelstarken Kohlensäuregehalts und einer angenehmen Alkoholwärme profitiert. Der Fokus liegt eindeutig auf den weichen Komponenten, mit den Bitternoten des Hopfens, sowie auf dem schlanken Finale, das das Gesamtbild auf positive, gefällige Weise austariert. 
Der abgerundete, kräftige Körper und die gesamte sensorische Dichte dieser Biersorte harmonieren wundervoll mit 16 bis 20 Monate gereiftem Grana Padano. Insbesondere die Umdrehungen und Spritzigkeit wirken gekonnt auf das Käsefett ein, während die malzigen Rundungen die würzigen Spitzen dieses Grana Padano ausgleichen. 
Die Entstehungsgeschichte dieser Sorte ist mit der des Bockbiers verknüpft und ist dessen hellste Variante. Namensgebend für die Bockbiere ist ihre Herkunftsstadt Einbeck. Vor allem in Bayern wurde bei der Bestellung dieses Bier das „Einbeck“ bald zum ähnlich klingenden „ein Bock“ verkürzt. Dieser Name passt auch perfekt, da die körperliche Stärke dieses gehörnten Tiers der Potenz dieses Biers durchaus ähnlich ist. Dementsprechend finden sich auf den Etiketten dieser Biere nicht selten das Bildnis eines Schafs- oder Ziegenbocks.