GRANA PADANO UND TIERWOHL

11.27.2017

Das „System Grana Padano“ hat sich schon immer auf die Qualität in der Herstellung und die Art und Weise der täglichen Arbeit konzentriert, um diese Qualität anzubieten und dem Verbraucher ein gesundes und echtes Produkt zu garantieren. Qualität erfordert viel Zeit und Mühe und wir erreichen sie nur, indem wir dauerhaft Engagement und Ressourcen in die Forschung investieren und die folgenden Maßnahmen, welche die in diesem Bereich geltenden Regeln respektieren und jeden Aspekt des Produktionsprozesses vom Stall über die Käserei bis zur Reifung verbessern.
 
Der Produktionsprozess des Grana Padano beginnt bereits im Stall. Denn nur Qualitätsmilch, die ausschließlich von gesunden und gut gehaltenen Kühen stammt, sorgt für ein Qualitätsprodukt. Die rund 4.500 Milchfarmen, aus denen die Milch für die Produktion des Grana Padano stammt, sind sich dieser Bedingung bewusst. Das Grana Padano Schutzkonsortium legt zudem großen Wert auf den Faktor der Sensibilität und des Respekts, indem es alle Mitglieder in der Produktionskette eindringlich auffordert, darauf zu achten, dass die Milchbauern ihr Bestes geben, um den Tierschutz einzuhalten und vorbildliche Produktionsverfahren anwenden, um qualitativ hochwertige Milch zu erzeugen.
 
Wir weisen daher die Anschuldigungen derjenigen ab, die den falschen Eindruck vermitteln möchten, dass das Schutzkonsortium Grano Padano sich nicht ausreichend um das Wohlergehen der Kühe, die die Milch für den Käse erzeugen, kümmert.
 
In der Tat ist das Gegenteil der Fall. Am 21. April 2017 haben die Mitglieder der Jahresversammlung des Schutzkonsortiums Grana Padano bereits angedacht, ein System einzuführen, welches Maßnahmen zum Tierschutz festsetzt und messbar definiert. Diese Maßnahmen wurden lediglich noch nicht eingeführt, da wir noch immer auf die Bestätigung von bereits vorhergegangenen Änderungen (2014 vorgelegt) durch das Italienische Landwirtschaftsministerium und die EU warten müssen.
 
Um unsere Willen zu demonstrieren, möchten wir darauf hinweisen, dass laut einer Studie, die in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Landwirtschaftsministerium durchgeführt wurde, 134 stichprobenartig getestete Milchfarmen bereits ein sehr gutes Tierschutzniveau aufweisen. Von diesen erhielten 96 eine durchschnittliche Punktzahl von 151,23 Punkten (67,47 %) auf der Bewertungsskala (51,45 – 199,35 Punkte) und wurden daher als ausgezeichnet eingestuft. Die anderen 38 Ställe erhielten eine gute Bewertung mit durchschnittlichen 121,31 Punkten (59,62 %) auf der Bewertungsskala und liegen somit im zweiten Drittel der verfügbaren Punktzahl (43,24 – 174,42 Punkte). Dies zeigt, dass alle Bemühungen und die Aufmerksamkeit auf die gesamte Produktion stets auf Qualität basieren.
 
Entsprechend der Produktionsspezifikation, müssen Nahrung und Futtermittel nahezu ausschließlich aus der Produktionsregion des Grana Padano DOP, in Norditalien, stammen. Dort sind Kulturen aus gentechnisch veränderten Organismen bekanntermaßen verboten. Lediglich Soja, welches allenfalls einen minimalen Teil der Tagesration darstellt, kann gentechnisch verändert sein, sofern es importiert wird.
 
Leider können wir, wie in jedem Bereich, indem eine hohe Anzahl Personen beschäftigt ist, nicht vollständig ausschließen, dass Einzelne ermittelt werden, die sich nicht an die exakte Einhaltung von Gesetzen und allgemeinen Bedingungen halten. Ein solches Fehlverhalten soll schnellstmöglich gemeldet werden, um entsprechende Maßnahmen durch die für die Kontrolle und den Schutz verantwortlichen Personen zu ermöglichen. In jedem Fall sind wenige schlecht geführte Ställe nicht repräsentativ für den Durchschnitt der Milchställe im „System Grana Padano“.
 
Eine gesunde Milchkuh produziert in jedem Fall bessere Milch. Daher liegt es im Interesse eines jeden kompetenten und intelligenten Milchfarmers, dem Leben seiner Rinder besondere Aufmerksamkeit zu widmen, um sein Geschäft zu schützen und vor allem als Garantie für den Verbraucher.
 
Daher möchten wir nochmals darauf hinweisen, dass die Hauptversammlung des Grana Padano Schutzkonsortiums am 21. April die absolute Achtung des Tierschutzes beschlossen hat. Ein Weg, der bereits eingeschlagen wurde und der für eine kontinuierliche Gesamtverbesserung des gesamten Systems fortgesetzt werden muss und wird.
 
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