Società Cooperativa Croce Grossa

Kenn-Nr.: PC552
Via Stradone, 58
29010 - Mercore di Besenzone (PC)
Tel. 0523 830006 – Fax 0523 830189
sgrava@iol.it
Società Cooperativa Croce Grossa
Wir erreichen die Käserei Croce Grossa, wo Gianfranco auf uns wartet, und als wir aus dem Auto steigen, kommt seine Frau, um uns zu begrüßen und fragt, ob sie die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen soll, denn das Mittagessen ist fast fertig.
Gianfranco steht bei Tagesanbruch auf, so dass sie hier früh zu Mittag essen.
Mit vielen Opfern führen die Eheleute und ein Inder diese Käserei, deren alte ursprüngliche Struktur unverändert geblieben ist, und wo ihre schmerzenden Arme bei der täglichen Arbeit nur zum Teil von der Technik unterstützt werden.

Ihr Heim ist vollständig in die Käserei integriert: Die Küche führt direkt in einen Keller und von dort in die Sole-Räume, in denen die Tanks noch aus Beton bestehen und die Käselaibe teilweise in das Solebad getaucht und dann regelmäßig von Hand gedreht werden, um eine gleichmäßige Aufnahme des Salzes zu gewährleisten. Nachdem wir die beiden Sole-Räumen, erreichen wir die „Küche“, in der sie den Grana Padano herstellen! Hier gibt es 6 Kessel sowie die traditionellen Becken für die Entrahmung der Milch anstelle der Silos, die in modernen Käsereien verwendet werden.

Die Milch wird vom LKW direkt in diese Becken geschüttet und ruhen gelassen. Sobald sich die Sahne oben abgesetzt hat, wird der Hahn am unteren Ende des Beckens geöffnet. Von hier aus wird die Milch in den Kessel geleitet, in dem zwei Zwillingslaibe hergestellt werden. Der „casaro“ trägt noch immer eine große Verantwortung für diesen Teil des Prozesses, denn es gibt keine Technologie, auf die er sich verlassen kann.

Von der Käserei erreicht man das Reifelager, wo alle die schönen Laibe auf den Verkauf warten, jedoch natürlich erst nachdem sie neun Monate gereift sind und die Qualitätskontrollen durchlaufen und das Brandzeichen erhalten haben.

Wir bleiben ein wenig und sprechen über die Arbeit und die Traditionen, die die Familien dieser Gegend verbinden und die aus Liebe und Leidenschaft bestehen.

Gianfranco und Silvana lernten sich am 04. Juni 1983 kennen und heirateten am 26. Dezember desselben Jahres. Seitdem waren sie nie mehr getrennt.
Gianfranco erzählt uns, wie sein Tag organisiert ist und über seine vielfältigen Aufgaben neben der Käseherstellung.

„In einem Kleinbetrieb wie dem unseren muss man in der Lage sein, alle möglichen Arbeiten auszuführen, also bin ich auch der Klempner, der Elektriker, der Lagerarbeiter und so weiter“

Sie nähern sich dem Ruhestand und träumen vom Reisen. Die Käserei hat sie für viele Jahre gebunden, aber zukünftig werden sie etwas kürzer treten.

Silvana erinnert sich an die Ferien mit ihrem kleinen Sohn. Gianfranco besuchte sie mit dem Motorrad am Meer: Er kam dorthin, aß zu Mittag, stellte die Füße ins Meer und fuhr dann zurück in die Käserei. Sie nimmt die Gelegenheit wahr, ihren Mann daran zu erinnern, dass er sich während seiner freien Woche nach der Hochzeit vielen Gelegenheitsjobs widmete, anstatt Zeit mit ihr zu verbringen!!

Gianfranco und Silvana sind so nett und fröhlich, dass man sie einfach umarmen und stundenlang mit ihnen reden möchte, aber wir müssen uns auf den Weg machen, also verabschieden wir uns und wünschen ihnen alles Gute!
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